Montag, 6. Juli 2020

 

  

 

 Ferien! Was gibt es Schöneres? 

 

Eigentlich zählte ich bereits den letzten Schultag als ersten Ferientag. Der letzte Schultag war ein Proforma-Schultag, denn außer der Zeugnisverteilung war da nix mehr. Aber nachher gab es ein Eis und das herrliche Gefühl von 9 Wochen schulfrei! 

Und dieses Gefühl hatte ich nicht nur als Schülerin, sondern auch später als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern. Ferien  - das bedeutete einfach (wetterabhängig) schauen was der Tag bringt.

Das heurige Schuljahr war wohl außergewöhnlich. Schüler, Eltern aber auch Lehrer mussten sich auf völlig andere Gegebenheiten einstellen. Plötzlich war E-Learning angesagt! 
Nicht „Moodle“ war die bekannteste Lernplattform in vielen Schulen, man kommunizierte jetzt via Zoom, Skype, Microsoft Meetings u.a.m. 
Die meisten schafften es auch damit umzugehen. Freilich oft mit Unterstützung der Eltern. Und deshalb haben sich auch die Eltern erst einmal eine Auszeit verdient. 

Allerdings – wenn ihnen noch die Schwierigkeiten bei den Deutsch-Hausübungen in Erinnerungen sind, sei so viel vorweggesagt: 

Um richtig und flüssig schreiben oder lesen zu können, bedarf es vieler Fähigkeiten. Ich will das anhand eines Beispieles erörtern:

Nehmen wir das Wort "Buchstaben".

Zuerst muss man einmal die einzelnen Buchstaben erkennen und sich auch merken wie man diese ausspricht. Dies zu können genügt aber nicht, denn Buchstabenkombinationen wie „ch“ und „st“ werden zusammen ganz anders ausgesprochen als man sie schreibt. Man muss die Buchstaben also zuerst differenzieren und der richtigen Lautung zuordnen können, um sie dann zusammenzuhängen und richtig zu lauten bzw. man muss wissen, wie man sie in Schriftzeichen umsetzt. 

Zusätzlich gibt es in unserer Sprache noch die Dehnungen (stummes „h“) und Verstärkungen („ck“, „?“) und die Unterscheidung zwischen „d/t, b/p, g/k,…“ Das erfodert mehr als die bloße Buchstabenkenntnis. 
Auch die Körperwahrnehmung oder die Wahrnehmung im Raum haben mit einer ordentlichen Heftführung und Gliederung der Heftseite zu tun.

Oft werden Schwierigkeiten damit, als Rechtschreibschwäche dargestellt. Aber das ist falsch! Sondern es ist eine Teilleistungsschwäche, die sich als Rechtschreibschwäche zeigt! Mit einer richtigen Förderung lässt sich dies verbessern oder verschwindet ganz.

Dies soll nur ein kleiner Einblick bzw. Vorschau auf „Lernen? Aber ja!“ sein. 
Nun aber genug davon. Ich schlage daher vor, jetzt einmal abzuschalten und die Ferien so gut es geht zu genießen. Auch wenn der Babyelefant immer dabei sein sollte! 

Und ab August unterhalten wir uns dann über Teilleistungsschwächen, Legasthenie, Motivation und Coaching. Aber vorerst heißt es 

Schöne Ferien!

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