Ferien! Was gibt es Schöneres?
Eigentlich zählte ich bereits den letzten Schultag als
ersten Ferientag. Der letzte Schultag war ein Proforma-Schultag, denn außer der
Zeugnisverteilung war da nix mehr. Aber nachher gab es ein Eis und das
herrliche Gefühl von 9 Wochen schulfrei!
Und dieses Gefühl hatte ich nicht nur
als Schülerin, sondern auch später als Mutter von zwei schulpflichtigen
Kindern. Ferien - das bedeutete einfach (wetterabhängig)
schauen was der Tag bringt.
Das heurige Schuljahr war wohl außergewöhnlich.
Schüler, Eltern aber auch Lehrer mussten sich auf völlig andere Gegebenheiten
einstellen. Plötzlich war E-Learning angesagt!
Nicht „Moodle“
war die bekannteste Lernplattform in vielen Schulen, man kommunizierte jetzt via
Zoom, Skype, Microsoft Meetings u.a.m.
Die meisten schafften es auch
damit umzugehen. Freilich oft mit Unterstützung der Eltern. Und deshalb haben
sich auch die Eltern erst einmal eine Auszeit verdient.
Allerdings – wenn ihnen
noch die Schwierigkeiten bei den Deutsch-Hausübungen in Erinnerungen sind, sei so
viel vorweggesagt:
Um
richtig und flüssig schreiben oder lesen zu können, bedarf es vieler
Fähigkeiten. Ich will das anhand eines Beispieles erörtern:
Nehmen wir das Wort "Buchstaben".
Zuerst
muss
man einmal die einzelnen Buchstaben erkennen und sich auch merken wie
man diese ausspricht. Dies zu können genügt aber nicht, denn
Buchstabenkombinationen wie „ch“
und „st“ werden zusammen ganz anders ausgesprochen als man sie schreibt.
Man
muss die Buchstaben also zuerst differenzieren und der richtigen Lautung
zuordnen können, um sie dann zusammenzuhängen und richtig zu lauten bzw.
man muss wissen, wie man sie in Schriftzeichen umsetzt.
Zusätzlich gibt es in unserer Sprache noch die
Dehnungen (stummes „h“) und Verstärkungen („ck“, „?“) und die Unterscheidung
zwischen „d/t, b/p, g/k,…“ Das erfodert mehr als die bloße Buchstabenkenntnis.
Auch
die Körperwahrnehmung oder die Wahrnehmung im Raum haben mit einer ordentlichen
Heftführung und Gliederung der Heftseite zu tun.
Oft
werden Schwierigkeiten damit, als Rechtschreibschwäche dargestellt.
Aber das ist falsch! Sondern es ist eine Teilleistungsschwäche,
die sich als Rechtschreibschwäche zeigt! Mit einer richtigen Förderung
lässt sich dies verbessern oder verschwindet ganz.
Dies soll nur ein kleiner Einblick
bzw. Vorschau auf „Lernen? Aber ja!“ sein.
Nun aber genug davon. Ich schlage
daher vor, jetzt einmal abzuschalten und die Ferien so gut es geht zu genießen.
Auch wenn der Babyelefant immer dabei sein sollte!
Und ab August unterhalten
wir uns dann über Teilleistungsschwächen, Legasthenie, Motivation und Coaching.
Aber vorerst heißt es
Schöne Ferien!
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